Neu als Chef: 15 Tipps für junge Führungskräfte

© unsplash/Pablo Varela & runddenker

Kein Mensch auf dieser Erde ist als Chef geboren worden. Wie auch in anderen Bereichen, gilt es in der Führung seine eigenen Erfahrungen zu sammeln – und daraus seine persönlichen Kompetenzen zu entwickeln. Natürlich können junge, genauso wie die erfahrenen Chefs, von Beginn an gute Führungskräfte sein. Die Frage ist wie? Und welche Fallstricke gilt es zu vermeiden?

Diese 15 Tipps helfen dabei, um die neue Aufgabe als Chef brillant zu meistern:

  1. Nehmen Sie sich Zeit, um den neuen Führungsjob zu erkunden
    Beobachten Sie in den ersten 3-4 Wochen, lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, dass Sie sich erst einen Überblick verschaffen möchten.
  2. Holen Sie jeden einzelnen Mitarbeiter ab
    Mitarbeiter der verschiedenen Generationen, in unterschiedlichen Situationen und mit den jeweiligen Kompetenzen brauchen auch individuelle Führung und Motivation.
  3. Jung führt alt: Achten Sie auf Generationen-Konflikte
    Begegnen Sie jedem – egal ob alt oder jung – mit Respekt. Achten Sie bei älteren Kollegen aber besonders darauf, was Sie aus der Vergangenheit würdigen und übernehmen können. Es muss nicht immer alles geändert und neu gemacht werden. Denken Sie auch an Ihre Vorbildwirkung: Sie stehen auch bei anderen unter Beobachtung und werden sich gewissermaßen „beweisen“ müssen.
  4. Lösen Sie Konflikte konstruktiv
    Sollte es zum Konflikt mit Mitarbeitern oder Kollegen kommen, gehen Sie diesen direkt und rasch an – und lösen Sie ihn durch ein individuelles 4-Augen-Gespräch.
  5. Schieben Sie Entscheidungen nicht vor sich her und schon gar nicht auf die Anderen
    Lassen Sie Probleme nicht anstehen. Warten Sie nicht bis diese eskalieren, sondern treffen Sie Ihre Entscheidungen rechtzeitig und konsequent! Eine falsche Entscheidung kann öfters besser sein als keine.
  6. Seien Sie ein Vorbild
    Ein Chef der aktiv gestaltet und sich ständig weiterentwickelt verschafft sich nicht nur schneller eine natürliche Autorität bei den Kollegen und Mitarbeitern – es gibt vor allem Sicherheit und Orientierung!
  7. Lassen Sie sich nicht austricksen oder verführen
    Egal ob unter den Mitarbeitern oder Geschäftspartnern – Sie werden immer wieder auf Menschen treffen, die ihre eigenen Interessen verfolgen und Sie zu unlauteren Mitteln verführen wollen. Bleiben Sie integer und sich selbst sowie Ihren Führungsprinzipien treu.
  8. Delegieren Sie von Beginn an
    Versuchen Sie nicht alles selbst zu machen, sondern geben Sie vor allem operative Aufgaben ab. Und lassen Sie sich helfen – vor allem auch von Kollegen.
  9. Haben Sie keine Angst vor Veränderungen
    Auf wenn es wichtig ist, das Alte zu würdigen: Machen Sie nicht alles so wie Ihr Vorgänger – machen Sie Ihr Eigenes daraus. Und vielleicht haben Sie den Chef-Posten ja genau deswegen bekommen, damit etwas anders wird.
  10. Hören Sie Ihren Mitarbeitern zu
    Wenn Sie sich Zeit für Ihre Mitarbeiter nehmen, können Sie nicht nur viele schlüssige Informationen bekommen. Es trägt in jedem Fall zu einem besseren Arbeitsklima und zu einer vertrauensvolleren Zusammenarbeit bei.
  11. Versuchen Sie nicht, es jedem recht zu machen
    Es ist ohnehin eine Illusion, allen gerecht zu werden. Am Ende stehen Sie noch als Kasperl da, der von allen im Kreis geschickt wird. Das ist nicht nur zeitraubend, sondern auch ziemlich frustrierend.
  12. Unterscheiden Sie Arbeit und Privat
    So nüchtern das jetzt vielleicht klingt: Aber in der Arbeit geht es um die Arbeit – das Unternehmen, das Projekt, die Aufgaben. Ihre Rolle als Chef umfasst vor allem, die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter herzustellen und aufrechtzuerhalten. Das gilt klarerweise auch für Sie selbst.  Das heißt übrigens nicht, dass es in der Arbeit unpersönlich oder unlustig zugehen soll.
  13. Nehmen Sie die Arbeit nicht mit nach Hause
    Auch wenn es sich einfach redet: Die Arbeit – mit all ihren Herausforderungen und Sorgen sollte in der Firma bleiben – und sich nicht auf ihr Privatleben auswirken. Ziehen Sie hier von Beginn an klare Grenzen.
  14. Vertrauen ist gut, Kontrolle auch
    Jaaa genau! Vor allem in der Anfangszeit als Führungskraft ist es wichtig, dass Sie sich vergewissern, ob Ihre Erwartungen und Anforderungen auch klar bei den Mitarbeitern angekommen sind – und auch umgesetzt werden (können). „Feedback“ heißt hier das Zauberwort.
  15. NEVER GIVE UP !!!
    Wie herausfordernd der Einstieg auch sein möchte: Es gibt immer einen Weg, immer eine Möglichkeit, Dinge zu klären, eine Situation zu verbessern und vor allem Probleme zu lösen. Wer seine Augen nach Chancen offen hält, der wird sie auch finden.

Der Anfang als Chef wird sicherlich vom ersten Tag an anspruchsvoll sein. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Tipps einen Überblick von den wichtigsten Erfolgsfaktoren verschaffen konnten. Lassen Sie sich nicht davon abhalten, brillant in Führung zu gehen. Viel Erfolg!

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